Wie alles begann

Bei einem Treffen mit unserem 1. Vorsitzenden Jens Weidling Mitte 2011 sprach er das erste Mal davon, wie toll es doch wäre, wenn wir unser Vereinsschiff »Heide-Witzka« einmal in Buchholz präsentieren könnten. Diese Idee reifte im weiteren Verlaufe des Jahres. Auf dem Vereinstreffen im Januar 2012 wurden Volker, Jonny und ich in einen Ausschuss berufen, der zusammen mit Jens das 25-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 2013 vorbereiten sollte.

 

Bei dem ersten Treffen dieses Ausschusses wurden die Grundlagen für das Jubiläum geschaffen.

Zu fortgeschrittener Stunde lehnte Jens sich zurück und begann zu erzählen: »Wie wäre es denn, wenn wir unseren Törn in der Ostsee im August in Eckernförde beenden, die »Heide-Witzka« dort aus dem Wasser holen, auf einen Tieflader verladen und zur Jubiläumsfeier am 24.08.2013 neben die »Empore« stellen. Da kann sie dann von den Buchholzer Bürgern bewundert werden.

... Und wenn sie denn schon auf einem Tieflader liegt, kann sie doch danach in das Mittelmeer gebracht werden. So können die Vereinsmitglieder in den Genuss kommen, das Vereinsschiff einmal im Mittelmeer zu segeln.

... Na, und wenn wir mit dem Schiff schon im Mittelmeer sind, dann können es die Vereinsmitglieder doch weiter nach Gran Canaria segeln.

...Ja, und wenn es da schon liegt, können wir doch die ARC nach St. Lucia mitsegeln. ...

Ich war vollends im Bann und merkte an »Ich weiß auch schon einen Skipper, der diesen Törn liebend gerne machen würde.« Hatte ich doch total Lust, den Atlantik zu überqueren. Und dann noch mit der »Heide-Witzka«. Naja, träumen muss doch erlaubt sein. »In der Karibik angekommen, bleibt die »Heide-Witzka« dann bis Mitte März dort vor Ort.

So können einzelne Crews der SKB ihren Segelspaß mit dem Vereinsschiff in der Karibik haben«, führte Jens weiter aus. Dann kommt die »Heide-Witzka« für ein oder zwei Wochen vor Ort in die Werft und wird als Deckslast von einem Frachter wieder nach Europa gebracht. Vom Anlandeort in Europa segeln Vereinsmitglieder sie dann entweder in die Ostsee oder nach Hamburg.

Die Augen und Ohren der Anwesenden wurden immer größer, bei Jonny und Bernd ging das »Grinsen« nicht mehr aus dem Gesicht! Nur der Kommodore wusste noch nicht so recht, ob er seinen Ohren glauben sollte. Mir gab man die ehrenvolle Aufgabe, die Bedingungen herauszufinden, die erfüllt werden müssen, um an der ARC mitsegeln zu dürfen. Am Ende des Treffens wurde vereinbart, das der Kommodore diese Planungen den Vereinsmitgliedern auf dem nächsten Vereinsabend vorstellen darf.

Und so kam es dann auch, Volker begann seine Ausführungen mit dem Satz: »Ich muss Euch jetzt einmal etwas Unglaubliches berichten, aber hört selbst«. Dann gab er die oben erwähnte Idee von Jens zum Besten. Während seiner Rede, begannen einige Mitglieder zu schmunzeln, es hatte sich wohl schon ein wenig herumgesprochen, was wir »ausbaldowert« hatten. Andere Mitglieder schauten sehr ungläubig drein. Sollte das »ernst« gemeint sein? Karlo lies es keine Ruhe. Kaum hatte Volker geendet, kam von Ihm die Frage, ob es sich hier um einen verspäteten Aprilscherz handeln solle. Anders sei dieser Vorschlag ja wohl nicht zu werten! Dann ging er zur Beruhigung erst mal eine rauchen.

Leichte Unruhe machte sich breit. In mir rumorte es, ich wollte unbedingt verhindern, dass die Skeptiker die Oberhand gewannen. Volker gab mir das Wort: »Wir sind uns doch wohl alle einig, dass unser 25-jähriges Jubiläum etwas ganz besonders ist. Seht es doch wie eine silberne Hochzeit an! Da lasst Ihr es doch auch so richtig krachen. So ein Jubiläum kommt nur einmal vor. Bevor Ihr jetzt nach Hause geht, lasst es doch erst einmal auf Euch wirken. Und fragt mal die ARC-Crew von 1997. Sie schwärmt noch heute von Ihrem tollen Törn mit der 50 Fuß Hallberg-Rassy.« Und tatsächlich, es gelang. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde die Reise mit überwältigender Mehrheit beschlossen. 

Bernd Horn

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