Es geht auch ohne Parasail...

Unbenannt

Moin Karlo,
der Pragmatismus ist wieder an Bord zurück. Die Stimmung wie vor dem großen Verlust. Wie sagt Sven doch immer: Es ist wie zum Feuer fahren, ankommen, schauen was los ist und dann entsprechend ragieren. Genau so machen wir es jetzt. Haben gestern noch den Spi zusammen mit dem Groß gesetzt und gute Fahrt gemacht. Konnten diese Konstellation so bis in den frühen Morgen fahren. Dann nahm der Wind auf bis zu 18 Kn. zu und wir setzen anstelle der genannten Segel die Passatsegel. Auch weil der Wetterbericht für heute und morgen ansteigende Winde vorhersagt.

Was war denn nun nachts? Gestern Vormittag haben wir ein Segel an Bb.- Seite ausgemacht. Als es dunkel wurde war der Segler immer noch sichtbar, jetzt aber natürlich seine Lampen. Hatte eine komische Konstellation gesetzt: ein weißes Rundumlicht im Top, dazu ein weiteres weißes Rundumlicht achtern, obendrauf die Decksbeleuchtung eingeschaltet. Ja, es kam wie es kommen musste.
Wir sahen ihn ca. 14 Stunden, fuhren dabei immer mehr auf einander zu und um 23.00 Uhr blieb nichts anderes übrig, als ca. 300 Meter vor Ihm eine Wende zu fahren. Heißt, Spi runter, Bullenstander los, anluven, warten bis der D...... vorbei ist, Bulle wieder setzen und den Spi wieder hoch. Schweiß, was willste mehr.

Als wenn auf dem großen Wasser nicht Platz für uns alle da ist.

So, jetzt noch die fliegenden Fische vom Schiff sammeln und danach Mails abholen.
Viele Grüße
Euer ARC Team

Anmerkung des Webmasters:

So sah das Manöver dann auf der Karte der ARC aus, der D.... war die " Sephina of Beaumaris", eine unter englischer Flagge laufende Oyster 405. Die "HEIDE-WITZKA" ist auf dem Snapshot ganz links unten zu sehen, die Identifizierung des anderen Schifes ergibt sich aus der Kurslinie.

Unbenannt1

Drucken E-Mail