Von Afrika nach Europa

....zumindest aus politischer Betrachtung. Tatsächlich ging es ja südwestwärts, von Agadir nach Lanzarote. Etwas gewöhnungsbedürftig, denn es ging weiter weg von Europa und doch näher heran.

Nachfolgend der versprochene Reisebericht der unermüdlichen Crew :

Frueh wollten wir los, jedoch machte uns der Zollbeamte einen Strich durch die Rechnung, er kam spaet und eroeffnete uns, dass auf dem blauen, weissen und roten Papier der Einreise noch Stempel fehlen, die jedoch erst am morgigen Montag erbracht werden koennen. Unglaublich.....aber bei Nachfragen machte er klar, dass auch ein Auslaufen ohne Kontrollstempel moeglich sei. WAS WIR AUCH TATEN. Also 1100 statt 0800, ganze 3 Stunden der Unorganisiertheit gopfert.

 

Ein bisschen Motoren und dann die Segel gesetzt, 20 - 25 m/s Wind umgesetzt auf 8 bis 10 Knoten, es war schoen........

Teilweise begleitet durch Delphine aber sonst nur Wasser.....

Abendessen aus den Vorraeten, Nudeln, Tomatensause und Salat, zum Nachtisch Schokolade, was mehr braucht der Sailor?

Position um Mitternacht 30*03, 679 N, 10º48, 474, Wachwechsel.

 04.11.2013 0800        Lat.:            029° 50, 170 N           Lon.;          11° 39, 167 W

Der erste Sonnenaufgang aus See, nur die Wache konnte dieses geniessen, die anderen waren kaputt von der Tageswaerme und der kalten Naechte.Irgendwann werden die Augenlider schwer und man faellt trotz Wind und Duenung in den Schlaf.

Ganz grossen Appetit hatte heute niemand. Kleine Zwischenmalzeiten mussten bis zu Abend reichen, aber dann kam das Deutschtum durch: Bratkartoffeln mit Zwiebeln, Tomaten und Ei, herrlich und es hat bei allen gehalten.

Auf unserem Wege konnten wir einige Frachter sehen, aber sonst war die Autobahn frei.

05.11.2013 0800        Lat.:            28° 55, 046N               Lon.;          13° 42 , 181W

Nach 45 1/2 Stunden Fahrt mit viel Wasser, einigen Delphinen und wenigen sonstigen Begegnungen haben wir festgemacht. Die letzten Meilen waren moerderisch zu segeln, kaum Wind aber den Ehrgeiz ohne Motor (bis auf das Anlegemanoever) auszukommen. Die Crew ist bei guter Gesundheit und auch mental super aufgestellt. Heute wird teilweise ein Tag der Ruhe sein nach den zwei durchfahrenen Tagen und Naechten, Duschen usw. Ist dringend erforderlich.

Mal sehen, was der Tag noch bringt.

Anmerkung des Webmasters:

Danke an die Crew für die Schreibleistung, das macht die Arbeit des Webmasters doch deutlich einfacher. Wenn ich auch, so muss ich zugeben, irgendwie mit den übermittelten Navigationskoordination so meine kleinen persönlichen Probleme habe. Entweder lieegt das an den übermittelten Werten, oder am Wein oder an beiden. Irgendwie lande ich beim Umrechnen einger Werte (das ist leider erforderlich, um ein korrektes Umsetzung auf die Google-Maps-Ebene zu ermöglichen) immer in einem Gebiet in der Nähe der Küste von Florida. Aus diesem Grunde habe ich auch ausnahmsweise zumindest teilweise mal auf eine Verlinkung verzichtet.  Ich gehe zunächst einmal davon aus, dass die Crew es nicht Columbus nachgemacht hat, der ja bekanntlich auf seinem Weg nach Amerika glaubte, in Indien gelandet zu sein. Aber das hätte die Besatzung wohl gemerkt. Wobei es in Florida wohl auch eine Menge Menschen mit spanischer Muttersprache geben soll. Das allerdings hätte Folgen für die nächste Crew, die müssten dann die Flüge umbuchen. Aber nein, vermutlich hab ich nur wieder ein wenig zu viel Wein getrunken beim Schreiben......ich überprüfe das morgen noch mal.

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