Ansegeln 2013

Von Horst Moede

Traditionsgemäß segeln wir unsere Wettfahrten seit 25 Jahren immer nach den internationalen YardstickRegeln. Nach diesen werden die unterschiedlichen Geschwindigkeiten und damit die gesegelten Zeiten der verschiedenen Schiffe mit den Yardstickwerten korrigiert. Aus der so genannten Yardstick-Liste des DSV entnimmt man die Werte für die einzelnen Yachttypen.

 

Aus Anlass des Jubiläums sollte einmal etwas Besonderes veranstaltet werden.

Jonny Sperhake hatte die ersten Ideen: Erstens wählte er als Ziel einen anderen Hafen, der aber nicht über die Segelanweisung bekannt gemacht würde, sondern durch Navigieren in einer Schnitzeljagd zur See gefunden werden sollte. Natürlich musste es in diesem Hafen auch ein Restaurant mit Saal geben, in dem wir mit ca. 70-75 Personen unsere Siegerehrung feiern und gemeinsam essen könnten.

Zweitens wollte er etliche Bojen auslegen, natürlich selbst gebastelte, die die teilnehmenden Crews anhand der Koordinaten finden sollten. Die Zettel, oben an den Stangen der Bojen angebracht, sollten Buchstabengruppen tragen, die zu einem Spruch zusammen zu setzen waren.

Die dritte Idee von Jonny war: 3 Gruppen von Schiffen zu bilden:
- Eine Gruppe aus schnellen Schiffen, die den längsten Weg zu segeln hätten (tatsächlich ergaben sich dann am Ende auch 31 Seemeilen),
- eine Gruppe der mittelschnellen Schiffe, die rund 24 Seemeilen auf einem anderen Zickzackkurs segeln sollten,
- die Gruppe der kleineren Boote, die 18 Seemeilen segeln mussten, um die 5 ausgelegten Bojen anzusegeln und das Rätsel zu lösen.

Am Regattamorgen war das Wetter noch recht kalt und grau in grau. Später wurde es zu einem strahlend schönen Segelwetter. Die genauen Segelanweisungen mit den Koordinaten und den 3 unterschiedlichen Kursen der 3 Gruppen wurden erst eine Stunde vor dem gemeinsamen Start verteilt. Beim gemeinsamen Start aller Schiffe um 11 Uhr und an den ersten Tonnen konnte jeder noch denken, es würde eine übliche Wettfahrt. Dann aber ging es auf unterschiedlichen Zickzackkursen in der Hohwachter Bucht südlich von Fehmarn zu den ausgelegten Bojen und verschiedenen Seezeichen.

Alle diese Zeichen mussten mit einer Digitalkamera fotografiert werden, außerdem auch 3 Leuchttürme an Land.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, durch die Fehmarnsund-Brücke zu segeln und schließlich den Hafen Burgstaaken zu finden. Die Abgabe und Zeitnahme fand im »Kontor«, einem Café am Hafenende statt. Hier sollte der Lösungszettel zusammen mit den Startnummern abgegeben werden und die Bilder auf den Kameras gezeigt werden.

Den Spruch: »25 Jahre SKB« haben alle 14 Crews gelöst und durch die Fehmarnsund-Brücke sind ebenfalls alle Schiffe gesegelt. Nur das mit dem Abgeben der Startnummern erwies sich für einige als wohl schwierigste Aufgabe.

Die Naturalien-Preise wurden von Horst nach Gutsherrenart verteilt …
…an Peter Degen von der Segelkameradschaft Wümme aus Rotenburg, weil er die unbeliebte Startnummer »13« schon vor dem Start versenkte (»Endlich ist sie weg!«), …an Jess Wölpern und Malte Lauritzen (beide 15 Jahre alt), weil sie die kleine »Keen Tied« fast ohne Hilfe navigierten u. steuerten,
…an Markus Köhn, der seine »Sunshine« als Newcomer hervorragend nach vorne brachte,
…an Otto Bley, er segelte mit der »Bounty« als Erster durch die Brücke,
…an Jörg Banke mit der »ANJOCA«, weil er Doris Schorler, die Frau von Horst und einen neuen Gast mit aufs Boot nahm,
…an Kya Lauritzen und Dagmar OrhtPein, weil sie die »White Lady« ohne Hilfe ins Ziel navigierten.

Und schließlich vergab Jonny Sperhake alter SKB-Tradition folgend eine Flasche Rum an Volker Weidling, der mit seiner »Skarabäus« Last-ship-home wurde!
Also: Wetter gut, Segeln gut, Aufgaben gut, das kalt/warme Büfett sehr gut!

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