Saisonende.....

Mitteilung vom Bootswart am 19.20.2020:

Moin Karlo, die Heide-Witzka steht nun hoch und trocken auf der Teerhofinsel. Am Donnerstag wurde sie aus dem Wasser geholt. Außer einigen Seepocken sah das Unterwasserschiff gut aus.

 

WhatsApp Image 2020 10 19 at 18.21.34

"Anstatt Stadtfest 2020"

Eben erreichte mich die Meldung von Michael:

Moin Karlo, vielleicht mal etwas andere Bilder für unsere Homepage. Da ja eigentlich heute der Aufbau des Stadtfestes gewesen wäre, haben wir alternativ angefangen die „Innereien“ des Stützpunktes zu verlagern.
Jonny, Marc und ich haben mal eben zwei Anhängerladungen in das neue Zwischenlager verschoben. Jetzt sind noch ein paar „Kleinigkeiten“ zu verschieben und die Sachen fürs Winterlager auf die Heide-Witzka zu bringen.
Es kann also bald losgehen.

WhatsApp Image 2020 09 10 at 15.43.48

WhatsApp Image 2020 09 10 at 15.43.48 1

WhatsApp Image 2020 09 10 at 15.43.49

Mitgliederabend im September 2020

Liebe Seglerinnen und Segler,  liebe Freunde der SKB,

nachdem unsere letzte SKB-Versammlung im März stattgefunden hat und die Umstände neuerliche Versammlungen auch nicht zuließen, ist es nun aber wieder soweit!

Unser Treffen findet dieses Mal jedoch NICHT wie üblich im Gasthaus Hoheluft, sondern im Landgasthof „Zum Estetal“ in Kakenstorf, Bergstraße 11 (direkt an der Bundesstraße) im großen Saal statt.

Das Ausweichen auf dieses Quartier wurde erforderlich, da unser alter Veranstaltungsraum nach Angabe des Wirts unter Beachtung der aktuellen gesetzlichen Bestimmungen nur max. 18 Personen aufnehmen kann.

Im großen Saal des Landgasthofs Estetal, der ja sicherlich auch vielen aus anderen Feierlichkeiten oder Proben/Auftritten des Shanty-Chors bekannt sein dürfte, können wir uns weitläufig aufteilen.

Also bitte notieren und möglichst auch an andere Kameraden weitergeben:

SKB-Versammlung am 03.09.2020, um 20.00 Uhr

Landgasthof Zum Estetal

Das Absegeln ist von Jörg Fischer bereits angescho
ben, die Einladungen sind versandt. Erster Programmpunkt am Freitag, 02. Oktober 2020, ab 16.00 Uhr ist ein Treffen aller Teilnehmer an der Oleu-Bude zwischen Steg 9 und 10 zu Klönschnack und Flensburger.

Alles Weitere dann am Donnerstag!

Ich freue mich über zahlreiche Teilnehmer, sowohl zu unserer Versammlung als auch für das Absegeln!!!!

Mast und Schotbruch,

Segelkameradschaft Buchholz e.V.

Jens Weidling

1. Vorsitzender

Mit freundlichen Grüßen

WEIDLING   

Immobilienbewertung GmbH

Törnbericht Dänische Südsee 2020

Crew: Heike, Kyra, Karin und Ingo

Samstag, 25.07.2020


Anfahrt am Samstag problemlos, kein Stau - Abfahrt um 8.00 Uhr von Kyra.

Bernd war schon fertig, alles tipptopp!

Bernd berichtet von sehr vollen Häfen in Dänemark, das lässt nichts Gutes erahnen.

Kurz die Klamotten umladen, Auto parken und dann erst einmal zum Frühstück zu Bäcker Junge. Junge, Junge... war das voll...

Anschließend einrichten und kurz verproviantieren.

Michael kommt auch zu Besuch und bringt noch einen neuen Wasserkessel mit...

Abends Fisch im „Seestern“.

Sonntag, 26.07.2020, Heiligenhafen – Marstal


Heute ist früh aufstehen angesagt. Der Wind steht günstig für Bagenkop oder Marstal.

Süd bis Südwest 3 westdrehend auffrischend und Schauerböen.

Damit ist Segelklamotte angesagt.

Wir kommen um 9.00 Uhr los. An Tonne 1 Segel setzen und schon ist Ruhe im Schiff...

Um kurz vor 12 Uhr passieren wir schon die Grenze.

Bis zur Ansteuerung Marstal schön gesegelt, mit Nieselregen und Schauern.

Vor Marstal kommt aber die Sonne raus.

Wir sind relativ schnell unterwegs gewesen. Gegen 15 Uhr machen wir an Steg 9 fest.

Im Hafen ist noch massenhaft Platz...

Dem obligatorischen Getränk zum Anlegen folgt ein frisch gebrühter Kaffee.

Anschließend eine weitere Pflicht bei Grenzübertritt nach Dänemark: Hotdog!

Wir drehen noch eine Runde durch Marstal, ein Muss für jeden Segler - ebenso wie ein Besuch im Seefahrtsmuseum. Das machen wir morgen...

Abends Spaghetti aglio e olio...

… und verzweifelte Suche nach dem entschwindenden NEOWISE.

Der ist nicht mehr einwandfrei zu identifizieren. Schade.

Dafür begleiten uns abends Jupiter und Saturn und morgens Mars und Venus.

Montag, 27.07.2020, Marstal - Søby


Heute steht nur eine kurze Strecke nach Søby auf dem Plan.

Deshalb haben wir noch Zeit für einen Besuch im Seefahrtsmuseum. Hier scheinen sich in Corona-Zeiten nur wenige zur verirren, deshalb ist der Eintritt auf 50% verringert.

Das Museum ist sehr schön aufgebaut und der Besuch ist sehr kurzweilig. Man kann hier auch einen halben Tag verbringen. Wir beschränken uns auf das Wesentliche, aber auch das beschert uns viele Eindrücke der Marstaler Geschichte und der damit verbundenen Seefahrtsgeschichte.

Gegen 11 Uhr sind wir zurück und legen ab. Der Wind steht günstig, wir setzen noch im Vorhafen Segel. Nach 5 Minuten ist der Motor aus und es geht mit Groß durch das Fahrwasser Richtung Søby. Ist überall flach zu beiden Seiten des Fahrwassers.

Einige Boote schnippeln über die Flachs… das verkneifen wir uns aber.

Obwohl wir nur mit dem Groß segeln, kommen wir gut voran. Am Ende des Fahrwassers auf der Hälfte der Strecke setzen wir Kurs auf Søby und die Genua kommt dazu. Für die 2. Hälfte brauchen wir nur eine gute Stunde. So sind wir schon wieder früh am Nachmittag im Hafen. Und es gibt wieder massenhaft freie Plätze.

Kyra und ich drehen eine Runde durch Søby, finden den Bäcker und den Brugsen. Und erklimmen den Hügel von einer der drei Mühlen von Søby. Hier hat man einen guten Ausblick.

Nach dem Rundgang ist eine erfrischende Abkühlung angesagt. Also ab an den Strand!

Badeklamotten an, kurz um die Ecke an den Strand, es gibt sogar einen Steg mit Treppe, und ab in die Ostsee…

Es ist frisch…

Danach schmeckt der Kaffee an Bord umso besser!

Nach dem Abendessen Strategiebesprechung. Ursprünglich wollten wir Richtung Schleimündung / Maasholm. Bei dem angesagten Wind sollte das eigentlich kein Problem sein und auch nicht lange dauern. Es dürfte jedoch sehr sportlich zugehen. Da uns allen die Gegend und die allgemeine Situation in Dänemark ausgesprochen gut gefällt, ist die Entscheidung eindeutig: morgen soll es nur kurz um die Ecke nach Ærøskøbing gehen. Wir bleiben also in Dänemark.

Es soll sowieso Mittwoch stürmisch werden. Da würde sich Ærøskøbing eher anbieten, liegt bei dem West-Nordwest gut geschützt.

Dienstag, 28.07.2020, Søby - Ærøskøbing

Es bläst schon ordentlich, als wir um 10 Uhr ablegen. Schiff seeklar machen, raus aus dem Hafen und nach 5 Minuten ist der Motor wieder aus. Die Genua reicht gerefft für 7 Knoten.

Mehr Segeltuch ist auch auf den anderen Schiffen nicht zu sehen. Und die Idee mit Ærøskøbing scheinen auch noch mehr zu haben.

Nach einer Stunde sind wir an der Ansteuerung und nach weiteren 15 Minuten im Hafen. Der Yachthafen sieht schon sehr voll aus. Am Ende der ersten Boxengasse an der Kaimauer liegen schon 7 Schiffe. In der Mitte ist noch eine Lücke… könnte passen für die Heide-Witzka.

Wir steuern direkt darauf zu, die Crews der Nachbarboote warten schon…

Die netten Nachbarn nehmen von uns noch eine Achterleine über 4 Boote hinweg zu einem Pfahl. Gibt nämlich keine achterlichen Pfähle. Und das Päckchen aus 8 Schiffen blockiert die ersten 3 Reihen Boxen zu beiden Seiten…

Nach Rücksprache ist aber klar: von denen fährt morgen keiner raus.

Glück gehabt! Nach uns drehen immer wieder Yachten bei und fahren wieder raus.

Da wir so früh im Hafen sind, erkunden wir erst einmal Ærøskøbing. Es ist ganz schön viel los in dem Städtchen. Sehr touristisch. Aber es gibt sehr nette Ecken hier. Wir finden ein Café / Restaurant mit Innenhof und finden ein schattiges Plätzchen unter einem Walnussbaum.

Dieser hyggelige Ort schreit nach Aperol-Spriz…

Derartig gestärkt, drehen wir noch eine Runde durch Ærøskøbing.

Wir finden ein nettes Restaurant (Ærøhus) und können für heute Abend auch einen Tisch ergattern.

Das war ein netter Abend mit tollem Essen, entspannter dänischer Bedienung und anschließend diverser Absacker an Bord.

Es wurde spät…

Mittwoch, 29.07.2020, Ærøskøbing - Hafentag

Es hat schon in der Nacht ordentlich gepustet. Das Fatale: durch die Windrichtung und den kräftigen Wind ist das Wasser weg aus dem Hafen. Wir sitzen fast im Schlick. Anzeige Echolot: 0

Das Schiff schwimmt aber noch. Im Gegensatz zu anderen Seglerkollegen in den anderen Boxengassen. Einige Yachten liegen - pardon! - stehen eindeutig schräg in den Leinen…

Wenn sich der Wasserstand bis morgen nicht ändert, kommen wir hier nicht raus, die Zufahrtsrinne hat nur 2,2 m - 2,5 m.

Naja, Abwarten und Tee trinken. Der Wind soll ja nachlassen. Dann kommt auch das Wasser wieder.

Wir können also ausschlafen und gemütlich frühstücken.

Heike räumt aus lauter Tatendrang die Backbord-Backskiste aus, macht die sauber und entsorgt überflüssiges Zeugs.

Mittags Ausflug zur Landspitze Urehoved. Auf dem Rückweg erwischt uns einer der angesagten Schauer…

Danach trockenlegen und Ærøskøbing unsicher machen. Außerdem müssen wir in der Räucherei ja noch Fisch für heute Abend einkaufen.

Das Jazz-Event im alten Werft-Schuppen entpuppt sich als etwas freudlose Veranstaltung. Es kommt keine vernünftige Stimmung auf.

Nach Räucherfisch und Kartoffelsalat wird dann eben der Wein- und Biervorrat dezimiert.

Donnerstag, 30.07.2020, Ærøskøbing - Bagenkop

Es ist immer noch West-Nordwest 5 und Schauerböen angesagt. Der Wind hat aber in der Nacht deutlich nachgelassen.

Und: das Wasser ist wieder da!

Beim Frühstück müssen wir noch einen unserer Nachbarn an Steuerbord freigeben. Unsere Achterleine hängt ja immer noch quer über die anderen Boote. Mit Unterstützung der anderen Nachbarn geht das aber problemlos.

Eine Stunde später machen wir uns dann auch klar zum Ablegen. Heike muss noch zu einer Hallberg, die quer vor den Pfählen liegt. Die haben nämlich ihre Leine über unsere gelegt. Aber auch das ist kein Problem, sind ja alle hilfsbereit.

Ablegen und raus aus dem Hafen. Nach 10 Minuten ist der Motor wieder aus, die Genua zieht uns gerefft wieder durch die dänische Südsee.

Erstes Ziel ist wieder Marstal, da müssen wir auf jeden Fall vorbei. Leider erwischt uns doch noch einer der Schauer. Egal, testen wir eben nochmal die Segelklamotten. Danach wird das Wetter zusehends besser. Vor Marstal müssen wir einmal den Motor wieder anwerfen, der Wind kommt im Fahrwasser genau von vorn. Und die Fähre kommt auch raus…

Ist aber nur ein kurzes Stück, nach 20 Minuten können wir wieder Segel setzen.

Von der Ansteuerung Marstal bis zur Einfahrt Bagenkop brauchen wir nur etwas über eine Stunde.

Gegen 13.30 Uhr sind wir im Hafen.

Beim Anlegen dann etwas lustiges. Eine Frau läuft am Kai aufgeregt hin und her und gibt Kommandos / Ratschläge etc. Eigentlich will sie wahrscheinlich nur beim Anlegen helfen. Skipper ignoriert sie total. Nachdem sie festgestellt hat, das alle ihre Tipps im Winde verwehen und sich von uns keiner um sie schert, gibt sie entnervt auf und entschwindet mit den Worten „Das wird ja doch nichts!“

Bei allen weiteren ein- und auslaufenden Schiffen das gleiche Spiel…

Damit ist klar: erst einmal in Ruhe ein Anlegebier und dem Schauspiel zusehen.

Anschließend gehen wir mal Bagenkop erkunden. Die Kulturbeauftragte Kyra steuert uns zunächst zum weithin sichtbaren Gebäude, der Kirche, die auf einer Anhöhe liegt. Danach durchs Dorf zurück zum Fischerhafen.

Wie überall gibt es natürlich hier auch Möwen. Nein, wir bekommen nichts ab… aber eine streitet sich mit ihren KollegInnen um eine kleine Scholle. Das erinnert wieder an die klassische „Findet Nemo!“ - Szene: „MEINS! MEINS! MEINS! MEINS!“ Wir fragen uns, ob die überhaupt in den Schnabel passt. Und tatsächlich, nach ein paar Minuten hat sie wohl die richtige Position erwischt und der Fisch verschwindet im Ganzen in der Möwe…

Wir gönnen uns am Hafen-Café einen leckeren Kaffee und genießen die Sonne und den Ausblick.

Die Idee mit dem Bad in der Ostsee vertagen wir beim Anblick der Massen von Seetang am Strand…

Es gibt aber tatsächlich am alten Fähranleger eine Badeplattform. Nächstes mal.


Freitag, 31.07.2020, Bagenkop - Heiligenhafen

Heute müssen wir möglichst früh ablegen. Der Wind soll später deutlich nachlassen.

Wir gönnen uns trotzdem noch ein gemütliches Frühstück.

Um 8.30 Uhr legen wir ab. 10 Minuten später ist der Motor wieder aus. Wir setzen Groß und Genua und es geht einigermaßen flott Richtung Heiligenhafen.

Eine Stunde später lässt der Wind schon nach, aber nach einer weiteren Stunde passieren wir schon die Grenze. Der Dannebro hat für diese Tour seinen Dienst getan und wird wieder verstaut.

Von hier aus brauchen wir dann aber noch 3 Stunden mit Segeltrimm und viel Überredungskunst an den Wind, bis wir vor Flügge sind.

Und das bei strahlendem Sonnenschein. Das schreit geradezu nach einem Ankerstopp vor Orth in der Bucht.

Gedacht - getan. Gute Entscheidung! Kaffee und restlichen Kuchen vertilgen bei herrlicher Aussicht und Ruhe.

Anschließend: ein Bad in der Ostsee, wozu haben wir schließlich die Badeplattform?

Nach 2 Stunden geht der Anker wieder hoch, es gibt sogar noch Wind. Wir können locker bis zur Tonne 1 segeln.

Kurz zur Tanke und anschließend zum Liegeplatz. Nur 11 Liter Diesel gebraucht.

Skipper hat für die Crew zwischenzeitlich einen Tisch in einem erlesenen Lokal ergattert.

Noch kurz aufklaren und frisch machen und dann geht’s zum kulinarischen Höhepunkt der Tour…

Das haben wir uns zum Abschluss verdient.

Das Restaurant „Seeteufel“ ist eine klare Empfehlung für alle Schlemmerfreunde!

Ein würdiger Abschluss der Tour.

Ein entspannter Segeltörn mit gutem Wetter durch die dänische Südsee geht zu ende.

Der Witz zum Schluss: der Skipper und Autor dieser Zeilen war mit dem Vereinsschiff schon in allen möglichen und unmöglichen Ecken Europas. Aber noch nie in Marstal, Ærøskøbing oder Søby…

Ingo

 

previous arrow
next arrow
Slider

Aktueller Törnbericht der HEIDE-EXPRESS

Nach langer Zeit wird es Mal wieder Zeit für ein paar Worte über die Xpress.

Seit ca. 8 Wochen ist das Boot jetzt wieder im Wasser und es wird reichlich genutzt.

Besonders die jungen Segler sind in diesem Jahr sehr aktiv.

Ich bin von heute bis Freitag mit meinen Söhnen Adrian und Laurin unterwegs.

Wir haben heute erst um 17:00 abgelegt und wollten eigentlich nach Boltenhagen.

Aber nachdem wir zu Beginn noch mit mäßigem Wind gekreuzt sind, ließ er gegen 18:30 komplett nach.

Deshalb haben wir uns entschlossen, in Strandnähe zu ankern und den restlichen Abend zu genießen.

Der Sonnenuntergang und die abendliche Stimmung im Hafen waren fantastisch.

Um 22:00 waren wir dann auch wieder am Liegeplatz.

Jetzt starten wir morgen einen neuen Versuch.

Unser maximal Ziel ist Rostock.

Mal sehen ob es klappt.

Für Donnerstag haben wir uns dann Heiha vorgenommen.

Mal sehen wie weit der Wind und bringt.

Ich melde mich morgen noch einmal.

Herzliche Grüße

Andreas und die Jungs

13

12

11

 

Aktueller Törnbericht der SAIMAA

Hallo Freunde der Segelkameradschaft Buchholz, der letzte SKB-Abend ist ja schon eine Weile her. Lange nichts gehört voneinander, lange nicht über das Segeln gesprochen. Doch es tut sich was. Die Heide-Witzka ist unterwegs. In diesem Jahr sogar direkt vor unserer Haustür. Aber auch sonst schläft der Verein nicht. Viele Mitglieder sind mit ihren Schiffen unterwegs. Ich kann mir vorstellen, dass wir in Zukunft auch über diese Unternehmungen berichten und eventuell diese Reisen bzw. Reiseberichte auf verschiedenen SKB-Abenden vorstellen und ihnen somit einen gewissen Raum verschaffen, auch wenn natürlich die Abenteuer unserer Heide-Witzka im Mittelpunkt stehen. So ist z.B. Stefan Rynio in diesem Jahr bis Haparanda gesegelt. Sicher wäre dort auch ein interessanter Bericht möglich. Aber auch auf etwas sportlicherer Ebene sind immer wieder Vereinsmitglieder unterwegs. Im letzten Jahr z.B. Philipp Moetefindt und Carsten Busch als Teilnehmer am PCO-Cup, wo sie den ersten und zweiten Platz belegten. Dieses mit einem kleinen Bericht oder Vortrag darzustellen bzw. zu würdigen, würde sicher sehr viel Anklang finden. Mit der diesjährigen Reise der Saimaa nach Ostschweden mache ich in diesem Sinne mal einen Anfang.

Arkösund, 28.07.20

Das Wetter ist heute nicht unbedingt gegen uns, das kann es auf einem zweimonatigen Törn durch Skandinavien auch gar nicht sein, aber auch nicht mit uns… Regen und den Wind aus der Richtung, in die wir eigentlichen wollen, lassen uns einen Hafentag in Arkösund/Schweden einlegen. Aber wer kennt das nicht? Wir verzagen nicht, haben wir doch so die Gelegenheit, die zum Clubhafen gehörende Sauna in epischer Länge und Breite zu genießen.

In dieser Lethargie kommt mir dann doch die Idee, die ohnehin an Törnberichten arme Zeit mit einem kleinen Reisebericht zu bereichern und die Mitglieder der Segelkameradschaft ein wenig teilhaben zu lassen. Vielleicht hilft dieser Bericht aber auch zu erklären, warum wir an dieser Stelle gewendet haben oder die grüne Tonne dann doch backbord gelassen haben. Möglicherweise alles sich ergebende Fragen, wenn man häufiger im Internet auf den einschlägigen Seiten mal wieder seine digitale Flotte besucht. Keine Angst, ich will mich jetzt nicht in Details verstricken, die ich dazu auch gar nicht memorieren könnte, da die Logbucheintragungen zwar da, aber ziemlich rudimentär sind. Also.

Jede Reise beginnt ja bekanntlich mit dem ersten Schritt. Auf das Segeln bezogen heißt das wohl, vor allem wenn es nach Skandinavien geht, sich auch kulinarisch auf die Herausforderungen einzustellen und entsprechend zu bunkern. Wir haben dann sogar noch einen Sechserträger Bier mitgenommen, denn man weiß ja nie… Seglerisch begann die Fahrt am 07.07. jedoch mit einem Hafentag, da der Wind seit Tagen unverändert aggressiv aus ungünstiger Richtung blies. Für den Folgetag waren die Vorhersagen jedoch etwas optimistischer und so legten wir unsere Abfahrtzeit auf vier Uhr in der Frühe. Von Heiligenhafen sollte es nonstop nach Gislovsläge in Südschweden gehen. Denn die Corona bedingte sechs-Tage-Buchung in Dänemark wollten wir uns sparen.

Die auf der Höhe des Kommunalhafens gesetzten Segel sollten dann auch erst in Südschweden wieder geborgen werden. Mit achterlichem und später raumen Wind ging es an Staberhuk vorbei zur Südspitze von Gedsers Odde. Der bis hierher moderate Wind mit 4/5 Bft legte dann noch ein wenig zu, sodass wir mit halbem Wind und erstem Reff an Mons Klingt vorbei unseren Kurs direkt auf Gislovläge legen konnten. Nach 17 Stunden und 110 sm war das Tagesziel erreicht. Nach schönem Gennakersegeln korrigierten wir unser Ziel Simrishamn am nächsten Tag nach Skillinge, da der Wind keine Lust mehr hatte und langsam einschlief.

2

 

In Skillinge…?... da war doch was… Na gut… Da es unser Ziel war, schnell nach Stockholm zu kommen, Peter dazu auch kein Mensch des langen Schlafens ist, ging es gegen sechs Uhr weiter in Richtung Kalmarsund. Wir mussten uns dabei schon etwas einfallen lassen, um bei den ständigen Richtungsänderungen des Windes das Schiff am Laufen zu halten. Das gute Wetter und der Wind legten schließlich eine Pause ein und die letzten fünf Stunden nach Kristianopel sollten der Motor und der Regen das Maß der Dinge sein. Nach knapp 80 sm konnten wir gegen 22 Uhr dann doch noch ein kleines Anlegebier im Cockpit genießen.

1

 

Auf dem Weg nach Borgholm auf Öland dann Böen der Extraklasse. Wir konnten anhand des Wolkenbildes immer genau sagen, wann die nächste uns noch höher an den Wind gehen ließ…

In Borgholm erlebten wir dann Ungewöhnliches. Die Lokale voller Menschen. Es schien, als seien Masken verboten und Abstand eine Vokabel, die es im Schwedischen nicht gibt. Ein bisschen Normalität, wir fühlten uns wohl.

Die weiteren Punkte auf unserer Reise waren Figeholm – jedem, der in der Nähe unterwegs ist, sei ein Stopp am dortigen malerischen Clubhafen wärmstens ans Herz gelegt - und Idö; um Letzteres gut zu erreichen, kam der Gennaker zum Einsatz. Der Hafen war gut besucht, wir lagen längsseits. Leider hatte das hochgelegene Restaurant mit der phantastischen Aussicht Corona bedingt sehr früh Feierabend gemacht. Also selbst kochen: Irgendwie gibt es in solchen Situationen (fast) immer Chili con Carne – dank der gebunkerten Frühstücksfleischdosen kein Problem.

Nach Arkösund war eigentlich Öja, das südliche Ende des Stockholmer Schärengartens, unser nächster Zielhafen. Da ging aber ob der Fülle gar nichts und wir setzten unsere Fahrt weiter fort nach Lacka. Da auch Freund Albrecht, mit einer 30 Jahre alten 48er Contest seit Mittsommer in Schweden unterwegs, an diesem Tag die gleiche Idee hatte, trafen wir uns im kleinen Naturhafen und hatten eine schöne gemeinsame Zeit.

Über Saltsjöbaden – Festmachen 3m vor dem Restaurant –  dann wieder schwedische Ausgelassenheit. Stockholm war zum Greifen nahe und so ging es auf dem kürzesten Weg dorthin: Der kleine Vereinshafen Navishamn, zentral und doch ruhig, stellte sich als guter Tipp heraus. Eva kam mit dem Auto, Peter ging von Bord. Phantastisches Segeln und interessante Gespräche kennzeichnen die erfüllte Zeit.

 

Bei Bedarf den zweiten Teil gerne im Winter am SKB-Abend mit entsprechendem Bildmaterial…

 

Die HEIDE-WITZKA ist wieder im Wasser

Nach langen Monaten des Wartens ist die HEIDE-WITZKA nun wieder in ihrem Element.

previous arrow
next arrow
Shadow
Slider
 

Kindersegeln 2020

Hallo zusammen,

ich hoffe es geht allen gut und Sie leiden nicht zu sehr unter den derzeitigen Einschränkungen.

Wenig überraschend betreffen die Einschränkungen natürlich auch das diesjährige Kindersegeln. An den üblichen Beginn im Mai ist derzeit nicht zu denken. Ich werde daher zunächst die weitere Entwicklung abwarten und mit dem Kindersegeln erst beginnen, wenn a) die gesetzlichen Einschränkungen dies zulassen und b) ich persönlich davon überzeugt bin, dass die Gefährdung sich in akzeptablen Grenzen hält.

Zuvor möchte ich gerne die Anmeldungen aktualisieren. Mir liegen aus dem letzten Jahr bereits einzelne Anmeldungen vor, ich weiß jedoch teilweise nicht, ob diese noch aktuell sind. Bitte teilen Sie mir daher mit, ob Ihre Kinder dieses Jahr teilnehmen möchten und nennen mir nochmals die Namen und Geburtsdaten. Gerne teilen Sie dies auch befreundeten Kindern/Eltern mit, da mir nicht mehr alle Emailadressen vorliegen.

Sobald die Entwicklung und damit ein etwaiger Beginn des Segeln absehbar ist, erhalten natürlich alle Interessierten nochmals genaue Informationen!

Viele Grüße und passen Sie auf sich auf!

Nils Kluge

Jugendwart der SKB

Weitere Beiträge...