1992

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im April 1992 wurde dann endlich der Kauf einer Segelyacht, Typ Cometone 1010, Baujahr 1984, mit überwältigender Mehrheit genehmigt. Das Schiff musste damals von Frankfurt am Main nach Harburg überführt werden, wo auch die Taufe stattfand. Vorher musste natürlich ein Schiffsname gefunden werden. Aus den Vorschlägen unserer Mitglieder fand der Name »Heide-Witzka«, den unser Segelkamerad Harald Henkel ersann, den größten Zuspruch. Der erste Törn der »Heide-Witzka« in die dänische Südsee verlief katastrophal, u.a. war der Bruch des Vorstags zu verzeichnen. Die erste Crew mit Skipper Siegfried Hagen verbrachte die meiste Zeit auf einer Werft. In der Folgezeit – nach Behebung der Anfangsmängel – hat uns die Cometone treu gedient. Bis zum Verkauf im Jahre 1999 haben wir mit dem Schiff und wechselnden Crews tolle Törns auf der Ost- und Nordsee durchgeführt. Erwähnen möchte ich hier besonders den »Norwegen-Törn« bis zu den Lofoten und den »Haparanda-Törn« zum nördlichsten Punkt der Ostsee. Dass die vielen Seemeilen, die wir mit der »HeideWitzka« gesegelt haben, problemlos verliefen, haben wir unserem damaligen Bootswart Johannes Poppe zu verdanken, der das Boot fachmännisch gepflegt hat und jeden Charterskipper, der für eine Schramme oder Grundberührung verantwortlich war, mit seinem Zorn verfolgte. Wenn auch keinen Schaden, aber das größte Malheur, hatte Johannes allerdings selbst. Auf dem Törn von Stavanger nach Bergen geriet die Schraube in ein nicht gekennzeichnetes, treibendes Lachsnetz. Unsere »HeideWitzka« musste daraufhin von der norwegischen Küstenwache abgeschleppt und in einen Fjord verholt werden. Erst dort konnte ein Taucher der Küstenwache das Netz aus der Schraube herausschneiden. Von den Norwegern haben wir damals eine dicke Rechnung für die Bergungsaktion bekommen. Eine Bergung aus dieser unverschuldeten Notsituation durch die »DGzRS« wäre kostenlos gewesen. Schon deshalb ist es guter Brauch in unserem Verein, dass wir bei jedem Kameradschaftsabend das Sammel-Schiffchen der Rettungsgesellschaft füttern.